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Dienstag, 09. Februar 2010 um 11:00 |
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Tempelhof fährt weniger Defizit ein
Als der Flughafen geschlossen wurde, befürchtete man, dass die jährlichen Kosten drastisch steigen könnten.
2010 belastet der ehemalige Airport mitten in der Stadt den Berliner Haushalt mit 8,8 Millionen Euro. 2011 sollen die laufenden Kosten des Landes Berlin noch weiter auf 8,6 Millionen Euro sinken.
Als der City-Airport in Betrieb war, flog er ein jährliches Defizit von ungefähr zehn Millionen Euro ein. Nach der umstrittenen Schließung des Flughafens hatten Vertreter des Bundes noch befürchtet, dass die jährlichen Kosten drastisch steigen könnten.
Der Grund für die positive Entwicklung ist denkbar einfach: Die Ausgaben wurden gesenkt und die Einnahmen erhöht. Seit September 2009 werden Gelände und Flughafengebäude effektiver als vorher bewirtschaftet. Außerdem konnte der gesamte technische Apparat, der für einen normalen Flugbetrieb nötig ist, abgeschaltet werden. Enteisungsanlagen, Tankstellen, Lande- und Lichtsignale und die Werksfeuerwehr sind überflüssig geworden.
Dazu kommt, dass die Einnahmen aus Vermietungen der Lokation für diverse Veranstaltungen von 7,1 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf voraussichtlich 8,5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011 steigen. In den letzten eineinhalb Jahren fanden viele kleine, aber auch einige Großveranstaltungen statt, wie zum Beispiel die Pyro-Musicale oder die Modemesse Bread & Butter.
Trotz der positiven Entwicklung sei nicht absehbar, wann die „Marke Tempelhof“ eine schwarze Null schreiben wird, sagte eine Sprecherin der Berliner Immobilienmanagement GmbH am Montag. In den nächsten Jahren wird der Senat noch etwa 100 Millionen Euro für die Entwicklung des Tempelhofer Feldes in die Hand nehmen.
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