Pläne für Tegel
Donnerstag, 26. Februar 2009 um 15:49

Zur Nachnutzung des Flughafen Tegels wurde im November letzten Jahres eine Umfrage gestartet.
770 Produktionsbetriebe aus flughafennahen Bezirken wurden befragt. Die Ergebnisse der Umfrage liegen seit Mitte Februar dem Bezirk vor und werden von Reinickendorfs Bezirksbürgermeisterin Marlies Wanjura als "spannend" und von der IHK als "erstaunlich" bezeichnet.

Wider Erwarten sind laut der Umfrage mit der Schließung Tegels nicht Firmenabwanderungen, sondern zusätzliche Ansiedlungen zu erwarten. „Obwohl die Finanzkrise Berlin erreicht hat, wurde zusätzlich Flächenbedarf auf dem dann stillgelegten Flughafenareal angemeldet“, sagte Marlies Wanjura. Tegel soll Ziel für viele Industrieunternehmen werden.

Lange Zeit galt die Bürgermeisterin als Befürworterin eines Weiterbetriebs des Flughafens. Auch jetzt ist sie skeptisch, ob der Airport BBI ab Ende 2011 den gesamten Luftverkehr der Region bewältigen kann. Wenn ja, müsse das 464 Hektar große Tegeler Areal zu einem Innovationspark nach Adlershofer Vorbild werden, findet sie. Sie spricht von einem „Campus TXL“, wobei sie das bisherige Flughafenkürzel mit „Technologie mal Langfristigkeit“ übersetzt. Das Flughafengelände sei auch für die Ansiedlung von geräusch- oder geruchsintensiven Gewerben geeignet, sagt Wanjura, der für das Flughafenareal auch die Ansiedlung von Herstellern moderner Fortbewegungsmittel und Solarfirmen vorschwebt.

 


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