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Energie-Uni als möglicher Mieter des Flughafens Tempelhof
Donnerstag, 25. September 2008 um 12:59

Ursprünglich wollte die geplante Berliner Energie Universität in den Schöneberger Gasometer ziehen, jetzt bekundete das Global Energy Institute jedoch Interesse für den Flughafen Berlin-Tempelhof als möglichen Sitz.

Wolfgang Stock, der Sprecher des Global Energy Intitutes gibt an man könne sich seitens des Instituts sehr gut vorstellen die Räume des historisch bedeutenden Tempelhofer Flughafens zu mieten und führe diesbezüglich auch bereits Gespräche mit dem Senat. Thematisch passe das Flughafengebäude wunderbar zu der künftigen Universität, die sich mit Fragen der Energie, Versorgung und Mobilität beschäftige. Das Konzept für die Uni stammt von der Hamburger "Zeit"-Stiftung und sieht vor jährlich 500 Studenten von 15 Hochschullehrern in einem Master-Studiengang ausbilden. Laut Stock handelt es sich um eine interdisziplinierte Lehre, Ingenieure und Ökologen, Politik- und Kommunikationswissenschaftler zu Energie-Experten auszubilden.

Die Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Manuela Damianakis sagte am Mittwoch, man könne sich eine Energie Universität sehr gut in dem Flughafengebäude vorstellen. Um jedoch weltweit Ideen, Konzeptionen, Investoren und Finanzierungsmodelle für das denkmalgeschützte Gebäude des Tempelhofer Flughafens ausfindig zu machen, wird die Senatsverwaltung in wenigen Tagen einen „call for ideas“, ein Interessenbekundungsverfahren für im Internet starten, das bis Anfang Januar geschaltet sein wird. Zudem soll auf der vom 6. Bis 8. Oktober in München stattfindenden Immobilienmesse Expo Real durch die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) um Investoren für das Tempelhof-Areal geworben werden.

Laut Damianakis sei auch das Filmstudio Babelsberg willkommen, dass bereits Interesse an den Hangars zu Filmproduktionen geäußert habe. Denkbar wäre auch ein Luftfahrtmuseum, das auch die Geschichte des Flughafens Tempelhof und insbesondere die Berliner Luftbrücke erzähle.

Bezüglich der Interessenbekundung des Fußballvereins Hertha, zeigte sich Daminakis zwar offen, räumte aber auch ein, dass ein Stadion in der Innenstadt Lärmschutzprobleme mit sich bringen könnte und dass das Areal des Flughafens Berlin-Tegel, der nach der Inbetriebnahme des Großflughafens BBI ebenfalls schließen wird, besser für ein solches Bauvorhaben geeignet sei. Weiterhin sagte sie,  das Gelände des Flughafens Berlin-Tempelhof sei für den Klimaaustausch in der Stadt von großer Bedeutung und solle größtenteils in eine parkähnliche Landschaft verwandelt werden.


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